... ist eine menschliche Geschichte. Sie erzählt von persönlichen Erfahrungen, der Unmöglichkeit, ihre Bedingungen zu verändern und den Überraschungen, wenn man diese Bedingungen entdeckt. Erzählt wird eine Geschichte von der Unmöglichkeit des Zusammenseins und der Unmöglichkeit, es nicht zu sein.
Oder ist nur es eine Choreografie in der Luft? Eine Erzählung zwischen Himmel und Erde, ein Panorama der Gefühle, der Schönheit und der Zärtlichkeit über dem Abgrund?
Verschiedene Lesarten sind möglich.
...ist ein Metallrohr von 20 bis 30 mm Durchmesser und 66 bis 80 cm Länge, das von zwei Seilen getragen in der Luft hängt. Die Seile sind an einer Tragekonstruktion unter der Decke, am "Portique" oder der Zirkuskuppel gesichert.
Der Aufenthaltsort des Trapezartisten ist dieses Rohr, genannt Trapez. An diesem hält er sich fest mit Händen und Füssen, mit den Zehen, dem Genick oder Zähnen; er hängt, er sitzt oder steht, balanciert oder schwingt, er ist nicht in der Luft und nicht am Boden.
Am Trapez wird die menschliche Kondition sichtbar und zugleich an ihre Grenzen geführt. Der Artist weiß das.
Es geht mir nicht darum, meine eigene künstlerische Vision mit Hilfe einiger Akteure in Szene zu setzen.
Mein Regiekonzept besteht darin, zu sehen, was ist: d.h. zu ent-decken, Schicht um Schicht wegzunehmen, um zum Eigentlichen vorzustossen, zu dem, das den Artisten eigen ist, was nicht scheinbar ist, sondern authentisch. Das sind für mich die Voraussetzungen, um zu einem wirklichen Dialog mit dem Publikum zu finden. [Ueli Hirzel]